RHEINISCHE POST, 11. September 2026
Einladung zur fairen Kaffeetafel am Sonntag, 20. September, am Pfadfindertürmchen am Nordwall (v.l.): Klaus Wolfertz, Anette Artz, Wolfgang Schneider, Gabriele Janßen und Bürgermeister Rafael Zur. Foto: wer
XANTEN(luke) Auch Xantens Bürgermeister Rafael Zur wird einen Kuchen backen: Zusammen mit mehreren Partnern lädt die Stadt die Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 20. September, wieder zu einer fairen Kaffeetafel ein.
Ab 14 Uhr können die Besucher am Pfadfindertürmchen am Nordwall fair gehandelten Kaffee und Tee probieren. Auch Kuchen wird angeboten. Dabei handelt es sich um Spenden: Einen Kuchen wird der Bürgermeister beisteuern, wie er in einem Pressegespräch am Dienstag ankündigte. Auch andere haben Kuchen zugesagt. Die Veranstalter bitten noch um weitere Kuchenspenden. Ein Kontakt ist über den Weltladen möglich. Tee, Kaffee und Kuchen werden bei der fairen Kaffeetafel kostenlos herausgegeben. Die Veranstalter bitten aber um Spenden.
Außer Kaffee, Tee und Kuchen wird es auch ein Programm geben. Da am Sonntag auch Weltkindertag ist, werden die Veranstalter verschiedene Spiele für Kinder und Familien aufbauen, wie Anette Artz, Gabriele Janßen, Wolfgang Schneider und Klaus Wolfertz von der Fairtrade-Steuerungsgruppe und der Eine-Welt-Gruppe Xanten sagten. Das Motto lautet: „Mach mit!“ Außerdem wird die Band Xanthiadoo auftreten. Am Nachmittag soll auch ein Fairtrade-Wanderpokal verliehen werden. Im vergangenen Jahr ging er an die Jugendherberge Xanten. Mit dem Pokal will die Steuerungsgruppe das Engagement für den fairen Handel würdigen. „Es ist eine Wertschätzung, dass sich jemand dafür einsetzt“, sagte Zur.
Die faire Kaffeetafel findet zum fünften Mal statt. Vorher wurde einmal im Jahr in der Mensa der Marienschule ein faires Frühstück angeboten. Mit einer Kaffeetafel im Kurpark würden mehr Menschen erreicht, berichteten Artz, Wolfertz und Schneider. Wenn das Wetter gut sei, seien viele Menschen im Kurpark unterwegs, kämen am Pfadfindertürmchen am Nordwall vorbei und probierten die fair gehandelten Produkte aus. Dabei handelt es sich um Waren, bei denen sichergestellt sein soll, dass die Produzenten angemessen entlohnt werden, zum Beispiel die Kaffee- oder Kakaobauern in Südamerika oder Afrika, und dass die Rohstoffe umweltschonend angebaut werden.
Die Stadt Xanten setzt sich seit vielen Jahren für den fairen Handel ein. Seit 2012 ist sie Fairtrade-Stadt. Dafür muss sie verschiedene Kriterien erfüllen. Unter anderem müssen in der Stadtverwaltung fair gehandelte Produkte verwendet werden und eine bestimmte Anzahl an Betrieben muss sie anbieten. Ob die Kriterien erfüllt werden, wird alle zwei Jahre überprüft. Das ist gerade erst wieder geschehen: Die Stadt hat die Auszeichnung zum siebten Mal bekommen, wie Zur sagte. Xanten setze sich für den fairen Handel ein, damit diejenigen, die etwas produzierten, auch einen angemessenen Lohn dafür erhielten. Es gehe auch darum, dass Produkte nachhaltig erzeugt würden. Das wolle die Stadt nicht nur fordern, sondern auch vorleben. Wenn Menschen in ihren Ländern von ihrer Arbeit leben könnten, seien sie auch nicht gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, ergänzte Artz.








